INID Gebaude1

Der Islam gehört zu Deutschland. Was bedeutet das aber für die Muslime in Deutschland? Obwohl der Islam in der öffentlichen Diskussion stark vertreten ist, bleibt seine Darstellung leider sehr stereotyp. Dies ist auch zum Teil durch die Muslime selbst verschuldet. Die Kluft zwischen öffentlicher Debatte und Faktenwissen bewegt uns dazu, in der deutschsprachigen Öffentlichkeit Aufklärungsarbeit über den Islam zu leisten und zugleich die demokratische Bildung unter Muslimen zu fördern. Unser Anliegen ist es, zu verdeutlichen, dass Islam und Demokratie miteinander durchaus verträglich ist. Hierzu möchten wir die gesellschaftliche Diskussion mit fundiertem Wissen über Religion, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Vielfalt, Gleichheit, Freiheit, Teilhabe, Ethik, Verfassung, Verantwortung etc. voranbringen.

Weltweit erstreckt sich der Islam über einen weiten geographischen Raum. Daher besitzt er auch ganz unterschiedliche kulturelle und soziale Prägungen. Was bedeutet dies für Deutschland als Einwanderungsland, in dem unterschiedliche muslimische Communities aus diversen Ländern leben? Um beurteilen zu können, ob bestimmte Lebensweisen, Standpunkte und Forderungen zu Recht als islamisch bezeichnet werden dürfen, braucht man zumindest ein Minimum an Hintergrundwissen über die Diversität des Islams in der Welt.

Ein Teil der hiesigen Medien vermittelt weiterhin ein einseitig geprägtes Bild vom Islam, das Vorurteile und Islamophobie verstärkt. So bleibt die öffentliche Debatte meistens durch negativ besetzte Streit- und Randthemen wie Terror, Steinigung, Ehrenmord, Beschneidung, Kopftuch oder Zwangsheirat dominiert. Eine solche mediale Diskriminierungserfahrung schürt bei vielen Muslimen Misstrauen gegen die Mehrheitsgesellschaft und drängt sie in die Arme von verfassungsfeindlichen Diskursen und Gruppen. Das wiederum ruft Ängste in der deutschen Bevölkerung hervor und wirkt dem friedlichen Zusammenleben entgegen. Eine gegenseitige Ausgrenzung nutzen radikale Kräfte unter den Muslimen, zum Beispiel Salafisten und Islamisten für ihre Ideologie aus. Sie drängen die Mitte der muslimischen Community in Deutschland automatisch in eine Rechtfertigungs- und Verteidigungshaltung. Gesellschaftlich relevante sozioökonomische Themen werden indes ausgeblendet.

Zu dem bisher genannten Themenkomplex Religion-Staat gibt es reichlich Aufklärungsbedarf in der Gesamtgesellschaft. Das IDEBI - Institut für Islam und demokratische Bildung e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, in Verbundenheit mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland Institutionen wie Schulen, Behörden, Medien, Firmen, Körperschaften und Ähnliches über das Verhältnis von Islam und Demokratie zu informieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Hierfür betreiben wir als Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit die Webseite www.islam-aktuell.de. Damit streben wir einen offenen Gedankenaustausch an und hoffen, einen konstruktiven und verantwortungsvollen Beitrag zur Verständigung in der Gesamtgesellschaft zu leisten. Ganz bewusst möchten wir den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Weltanschauung fördern, um auf der Basis von Demokratie, Menschenrechten, Freiheit und Pluralismus bestehende Vorurteile abzubauen.

Unsere Handlungsfelder:

  • Veröffentlichungen
  • Unterrichtsmaterialien
  • Webseite
  • Seminare und Vorträge
  • Diskussionsabende
  • Studienreisen

Für weitere Details zu unserer Arbeit können Sie uns jederzeit kontaktieren.

Der Vorstand

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