Was heißt Weihnachten eigentlich? Und was wird genau gefeiert? 

Die Straßenmusiker spielen sanfte weihnachtliche Stücke. Ältere, Kinder und Erwachsene lachen, singen und genießen die sinnliche Atmosphäre. Fast alle Läden sind mit Weihnachtsbäumen und Lichterketten dekoriert. Die Bäume an den Straßenrändern sind mit Lichterketten geschmückt und ein Geruch aus Zimt, Lakritz, Nelke und gebrannten Mandeln durchzieht die Einkaufsstraßen der Münsteraner Innenstadt in der sinnlichen Adventszeit.

So wird vielerorts diese erhebende Atmosphäre gemeinsam zelebriert. Weihnachten dient auch als ein Anlass sich zu beschenken und an Familienangehörige und Bekannte zu denken. Das Fest ist tief und fest in den Herzen der meisten Deutschen verankert und beglückt alle Beteiligten.  

Dennoch geht aus einer Studie des Forsa Instituts aus dem Jahre 2006 hervor, dass jeder zehnte Deutsche nicht den Grund des Weihnachtsfestes kennt. Es wussten aber 90 Prozent der Befragten, dass die Geburt Christi gefeiert wird.

Was heißt Weihnachten eigentlich? Und was wird genau gefeiert? 

Der 25. Dezember war in der vorchristlichen Zeit in vielen Kulturen als Feiertag präsent. Seit der Antike werden zu verschiedenen Anlässen religiöse Feiern in diesem Kontext begangen. Wann genau Jesus geboren wurde, weiß man nicht. Im Jahre 336 wurde erstmals der 25. Dezember auch als Geburtsfest Jesu in Rom gefeiert - auch um nichtchristliche Kulte zu beseitigen. Der Begriff „Weihnachten“ hat seinen Ursprung in einer mittelhochdeutschen Wendung und bedeutet in Neuhochdeutsch so viel wie „geweihte Nächte, zu den heiligen Nächten“.

Weinachten gilt als Fest der Liebe, da die Geburt Jesu gefeiert wird, der den Menschen dem christlichen Glauben zufolge die Botschaft vom Heil und der Liebe Gottes bringen wird. Jesus ist bekanntlich auch im islamischen Kontext Prophet und gilt als Wegweiser für die Menschen. Der Messias und die Mutter Maria werden auch von muslimischen Mitbürgern verehrt. Folglich ist die Geburt Jesu auch für Muslime/innen von besonderer Bedeutung und ein willkommener Anlass um die Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Frieden unter den Mitmenschen zu verbreiten. Es gibt durchaus genug Gründe für alle an dieser Feierlichkeit teilzunehmen.

Letzte Änderung am 20.12.2018
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